Lichtergottesdienst zum Abschluss des Kirchenjahres

(20.09.2016) Bad Harzburg. Erneut wurde zum Abschluss des Kirchenjahres ein „Lichtergottesdienst“ in der Gemeinde durchgeführt. Wie in den vergangenen Jahren war das Gedenken am Totensonntag durch einen Gottesdienst gekennzeichnet, in welchem das Licht im Mittelpunkt stand.

Die große Resonanz, welche die Lichtergottesdienste zu den Volkstrauertagen 2013 und 2014 und zum Totensonntag 2015 auslöste, hat dazu beigetragen, dass auch in diesem Jahr in der Gemeinde Bad Harzburg ein besonderer Gottesdienst in dem „stillen Monat“ durchgeführt wurde. So erlebte die Gemeinde mit zahlreichen Gästen einen Gottesdienst, der in der Predigt das Licht aus christlicher Sicht beleuchtete.

Der Gottesdienstraum und der Vorraum waren mit vielen Lichtern festlich geschmückt. Ursula Schwandt, Karin und Hermann Koch hatten dadurch bereits vor dem Gottesdienst eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt. Verstärkt wurde diese durch die Möglichkeit, dass die Gottesdienstteilnehmer ein brennendes Teelicht erhielten, das vor dem Altar in ein Kreuz gestellt werden konnte. Jeder Besucher konnte so in einem stillen Gedenken seine Empfindungen bewegen.

Vor dem Gottesdienst haben die Flötengruppe der Gemeinde und ein Doppelquartett die Zuhörer auf die Predigt musikalisch vorbereitet. Paulin Grosche rezitierte ein christliches Gedicht von Hedwig von Redern, welches die Kraft und die Auswirkung des Lichtes beinhaltet.

Die Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Rainer Keye, legte dem Gottesdienst folgendes Bibelwort zugrunde:

"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege (Psalm 119.105)“

Er begann die Predigt mit einer jüdischen Legende, in welcher ein Rabbi, auf die Frage: „Wann beginnt ein Tag?“ die Antwort gab: „Es ist dann, wenn du in das Gesicht irgendeines Menschen blickst und deine Schwester oder deinen Bruder erkennst.“ Daran knüpfte sich die Kernaussage: „Lasst uns Licht haben und Licht sein.“ Dieses Licht entsteht, in dem wir das Wort Gottes in unser Leben einbauen. Wir wurden hingewiesen auf markante Worte, die wir in der Vergangenheit erhalten haben, beispielsweise zur Konfirmation. Der Vorsteher ermunterte uns, täglich die Bibel aufzuschlagen und so in einem Bibelvers göttliches Licht aufzunehmen. Priester Jens Borchert und Priester Harald Karger unterstrichen in ihrem Predigtbeitrag die Ausführungen des Bezirksevangelisten.

Am Ausgang erhielt jeder Besucher einen ausgedruckten Bibelvers und eine Kerze mit einem Sinnspruch. Beide werden uns in der kommenden Zeit begleiten und an diese Stunde erinnern.