Männerchorkonzert zum 114. Deutschen Wandertag in Bad Harzburg

Im Rahmen des 114. Deutschen Wandertages in Bad Harzburg fand am 14. August 2014 ein herausragendes Männerchorkonzert unter der Überschrift „Wem Gott will rechte Gunst erweisen…“ im Schloss Bündheim statt, das von Sängern und Instrumentalisten aus unserer Nachbargemeinde Wernigerode vorgetragen wurde.

Bereits im vergangenen Jahr konnten wir in einer Arbeitsgruppe gemeinsam mit Vertretern der evangelisch-lutherischen und katholischen Kirchengemeinden aus Bad Harzburg mitwirken, die ein Programm der Kirchen zum 114. Deutschen Wandertag erstellt hat. Seitens der Neuapostolischen Kirche in Bad Harzburg fanden wir in unserer Nachbargemeinde Wernigerode wohlwollende Unterstützung für unser Vorhaben, ein Konzert im Schloss Bündheim anzubieten. Stefan Jokel, Dirigent eines Männerchores, war auf Anfrage unseres Vorstehers, Evangelist Hans-Joachim Schwandt, gern bereit, sich mit einem Chor und Instrumentalisten in diese Aufgabe einzubringen.

Es wurde abgestimmt, zu einem Männerchorkonzert mit Werken aus Klassik und Romantik einzuladen. Bekannte und weniger bekannte Volksweisen, die die Besonderheiten des Wanderns zum Ausdruck bringen, sowie Instrumentalvorträge und Gedichtrezitationen sollten einen friedvollen Abend bereiten.

Nach Festlegung des Termins und Ort des Auftritts begannen die vorbereitenden Aktivitäten. Dazu gehörte auch eine Anzeige in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im Mai, in der bereits auf unser Konzert hingewiesen wurde. In einer ökumenischen Broschüre konnten wir unser Angebot ausführlich hervorheben. 40 Plakate haben Geschwister der Gemeinde in den verschiedenen Geschäften, Hotels, Touristikgeschäften und öffentlichen Einrichtungen zum Aushang gebracht. In allen Gemeinden des Kirchenbezirks wurden ebenfalls die Einladungsplakate angebracht.

Am Donnerstag, 14. August 2014 war es dann endlich soweit. Um 19:00 Uhr wurde der Saal im Schloss geöffnet. Wir waren sehr gespannt, wie viele Besucher unserer Einladung nachkommen würden. 250 Stühle waren im Saal aufgestellt, die bis auf wenige Ausnahmen besetzt waren. Etwa ein Drittel der Besucher waren Teilnehmer des Wandertages, die in Wanderkleidung mit Rucksack und Stiefeln dem Konzert zuhörten. Geschwister aus Bad Harzburg sowie Teilnehmer aus den umliegenden Kirchengemeinden mit ihren Gästen trugen zu dieser großen Anzahl von Anwesenden bei.

Unsere Brüder des Männerchores trugen ein begeisterndes Konzert vor. Die positive Ausstrahlung des Chores übertrug sich auf die Zuhörer, die jeden Vortrag mit anhaltendem Applaus belohnten. Insgesamt zehn Liedvorträge haben den Besuchern einen wunderschönen Abend bereitet. Alle Stücke wurden mit großer Präzision und sehr guter Verständlichkeit gesungen. Das Programm umfasste Lieder wie „Ein wandernder Geselle“, „Kloster Grabow“, „Der Lindenbaum“ und viele mehr (s. anliegendes Programm).

Vier Instrumentalstücke haben das Konzert zu einem sehr abwechslungsreichen Programm erweitert. Cathleen Jokel am Klavier, Christina Elsler mit der Konzertflöte und Stefan Jokel am Cello haben als Trio, Duo oder Solistin Werke von Loeillet, Vivaldi, Brahms und Purcell in hervorragender Weise gespielt.

Zwei Gedichtrezitationen von Erich Kästner und Johann Meyer, vorgetragen von Stefan Jokel, ergänzten die Musikvorträge.

Nach dem lang anhaltenden Schlussbeifall wandte sich Evangelist Hans-Joachim Schwandt in einer sehr herzlichen Danksagung an die Sänger und Instrumentalisten und übereichte dem Dirigenten als Anerkennung für die Mühe einen Geldbetrag, mit dem sich der Chor weitere Noten erwerben kann.

Den Schlusspunkt dieses gelungenen Abends setzten alle Besucher, die gemeinsam das Lied „Der Mond ist aufgegangen...“ von Matthias Claudius mit großer Freude sangen.

Am Ausgang konnten sich die Besucher einen „Handfesten Harzer Handschmeichler“ mitnehmen. Auf Steinen war das Motto der Kirchen „Gott nahe zu sein...“ aufgeschrieben und kann so an dieses schöne Erleben lange erinnern.

Text: R.K.; Fotos: H.M.