Wohnen, wo Gott wohnt

Diesen Satz prägte Apostel Achim Burchard anlässlich seines Besuches in Bad Harzburg am 10. November 2013. Ausgehend von dem vom Chor vorgetragenen Lied CM 142 „Der Herr hat Zion erwählet“ stellte der Apostel die beste Wohnlage vor, die wir uns denken können. In diesem Gottesdienst wurde der Sohn der Geschwister Wolf versiegelt sowie den Geschwistern Ingeborg und Hartmut Spinti der Segen zur Silberhochzeit übermittelt.

Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort Römer 8, 28:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

In Anlehnung an den Liedvortrag des Chores prägte der Apostel den Satz „Wohnen, wo Gott wohnt“ und zeigte an den verschiedenen Wohnlagen, in denen Häuser oder Wohnungen angeboten werden, die beste aller Wohnlagen überhaupt: dort, wo Gott wohnt.

In der Predigt erläuterte der Apostel, wie wir „das Beste“ verstehen können: „Vom Besten ist auch in unserem Wort heute Morgen die Rede. Auch das kennen wir aus unserem irdischen Umfeld. Wie oft wird davon gesprochen. Wir wünschen vom Guten das Beste. Wir sprechen von besten Resultaten, die erzielt worden sind auf irgendeinem Gebiet. Wir gebrauchen technische Geräte oder kaufen Nahrungsmittel, die den Namen ‚das Beste‘ tragen, nehmen sie zu uns und meinen, uns etwas Gutes zu tun. Das Beste eben. Lasst uns miteinander mal einen Augenblick überlegen, was ‚das Beste‘, von dem unser Wort hier spricht, auf dem Gebiet des Glaubens, also im geistlichen Bereich, sein könnte. Ich möchte dieses ganz alte und bekannte Wort einmal mit unseren Worten versuchen zu erklären. Der Sinn ist der gleiche geblieben, aber man kann es ein wenig anders doch aufnehmen. Wenn wir dem Ruf Gottes folgen und wenn wir seine Liebe erwidern, dienen uns alle Dinge zum Besten.“

Zwei Segenshandlungen schlossen sich dem Predigtteil, den der Bezirksälteste Karl-Heinz Baumgarte aus Hannover ergänzte, an: Heilige Versiegelung eines Kindes und Silberhochzeit eines Seniorenpaares.

In der Gemeinde Bad Harzburg war seit langer Zeit wieder einmal die Versiegelung eines Kindes zu erleben. Finn Luca Wolf und seine Eltern haben die Liebe und Fürsorge unseres Gottes wahrgenommen. Als die Eltern mit ihrem Sohn an den Altar traten, sang der Chor das bekannte Lied: „Der Herr ist mein Licht“ (CM 86). Der Apostel unterstrich die Aussage „dass ich mög' bleiben im Hause des Herrn“ und übertrug diesen Wunsch auf das Kind.

In der sehr persönlichen Ansprache an das Silberhochzeitspaar Ingeborg und Hartmut Spinti ging der Apostel auf die besonderen Lebensumstände der Geschwister ein. Beide haben im fortgeschrittenen Alter nach dem Heimgang ihrer ersten Ehepartner den Bund der Ehe geschlossen. Bis vor wenigen Jahren war Priester Spinti auch Dirigent der Seniorenchöre in den Kirchenbezirken Hannover und Wolfenbüttel. Mit großem Engagement hat er mit Unterstützung seiner Frau diese wertvolle Arbeit geleistet.

Mit der 4. Strophe des Liedes 165 aus dem Gesangbuch, in der es am Schluss heißt:

„Ich fasse in Geduld mich fest;
was Gott mir widerfahren lässt,
muss mir zum Besten dienen.“

endete die Segensstunde in Bad Harzburg.

Text: R.K. / Fotos: H.M.